29. September 2016

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Meyer Burger baut 250 Stellen ab

Meyer Burger teilte heute Morgen den Abbau von 250 Stellen mit. Für den Kaufmännischen Verband ist der Abbau aufgrund der positiven Zahlen nicht nachvollziehbar. Zudem ist er darüber befremdet, dass die Sozialpartner nicht frühzeitig informiert wurden. Das Vorgehen seitens Meyer Burger entspricht nicht unserer Vorstellung einer gelebten Sozialpartnerschaft.

Das in Thun beheimatete Technologieunternehmen Meyer Burger teilte heute Morgen den weltweiten Abbau von 250 Stellen mit. Ein Drittel der Stellen fallen in der Schweiz, insbesondere am Standort Thun weg. Die Stellenkürzung erfolge gemäss Meyer Burger im Zuge eines umfassenden Strukturprogramms zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität des Unternehmens.

Für den Kaufmännischen Verband ist stossend, dass der umfassende Stellenabbau trotz positiver Entwicklung des Geschäftsgangs im 2016 vollzogen wird. Zudem wurden die Sozialpartner über den geplanten Stellenabbau nicht frühzeitig informiert, so wie dies der Gesamtarbeitsvertrag vorsieht. Der Kaufmännische Verband erwartet, dass das weitere Verfahren im Sinne des GAV durchgeführt wird und die Sozialpartnerschaft von allen Beteiligten ernst genommen wird. Den Arbeitgeberverband der Schweizer Maschinenindustrie fordert er dazu auf, seine Mitglieder zur Einhaltung der Vorschriften des Gesamtarbeitsvertrages zu ermahnen.

Der Kaufmännische Verband fordert zudem, dass der Stellenabbau im Rahmen des Konsultationsverfahrens nochmals überprüft wird und der Arbeitnehmervertretung dafür genügend Zeit eingeräumt wird. Sollten Kündigungen dennoch unumgänglich sein, müssen diese sozialverträglich und auf Grundlage des verpflichtenden Sozialplans vollzogen werden. Der Kaufmännische Verband steht der Arbeitnehmervertretung auf Wunsch jederzeit zur Verfügung.