22. Mai 2015

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Bilaterale beibehalten und das inländische Fachkräftepotenzial fördern

Der Kaufmännische Verband empfiehlt dem Bundesrat, bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative an den bilateralen Verträgen wie auch am freien Personenverkehr weitestgehend festzuhalten.

Das Ja des Volkes zur Masseneinwanderungsinitiative gilt es zu respektieren, das tut auch der Kaufmännische Verband. Deshalb äussert er sich in der Vernehmlassung zu den Umsetzungsvorschlägen des Bundesrates. Dabei spricht sich der Kaufmännische Verband dezidiert für die Beibehaltung der bilateralen Verträge mit der EU sowie für die Aufrechterhaltung des freien Personenverkehrs aus. Die bilateralen Verträge sind für die Schweiz unverzichtbar, sowohl aus ökonomischen wie auch aus gesellschaftspolitischen Gründen. In Bezug auf das Freizügigkeitsabkommen hat sich der Verband immer stark gemacht für griffige flankierende Massnahmen. Diese funktionieren bestens, verhindern eine Verschlechterung von Arbeitsbedingungen und Lohndumping, und müssen deshalb erhalten bleiben respektive Eingang in eine allfällige Neugestaltung der Arbeitsmarktregelung finden. Der Kaufmännische Verband vertraut deshalb auch weiterhin auf die Sozialpartnerschaft.

Zudem sieht es der Kaufmännische Verband als vordringlich, das inländische Arbeitskräftepotenzial besser zu fördern und auszuschöpfen. Massnahmen wie sie derzeit im neuen Berufsbildungsgesetz vorgesehen werden, sind ein wichtiges Mittel zur besseren Nutzung des inländischen Fach- und Führungskräftepotenzials. Der Kaufmännische Verband selbst leistet mit seinen Schulen und Weiterbildungsangeboten für rund 50 000 Lernende und Studierende jährlich einen massgeblichen Beitrag zur Aus- und Weiterbildung der inländischen Arbeitskräfte. Seitens der öffentlichen Hand sind ausserdem die finanziellen und infrastrukturellen Voraussetzungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erweitern. Massnahmen in diese Richtung sind in den Augen des Kaufmännischen Verbandes volkswirtschaftlich sinnvoller als ein Begrenzungsregime.

Die beiden Vernehmlassungsantworten finden Sie hier:

Kontakt

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Daniel Jositsch

Präsident des Kaufmännischen Verbandes Schweiz
Mobil +41 79 503 06 17

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