04. September 2014

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Der KV Schweiz fordert mehr Lohn

Der KV Schweiz fordert bei den anstehenden Verhandlungen über Lohnanpassungen je nach Branche 1 bis 2 Prozent mehr Lohn. Zur Bekämpfung des Fachkräftemangels muss der Fokus bei den Lohnerhöhungen auf die mittleren Einkommen gelegt werden. Ausserdem müssen die noch immer bestehenden Ungleichheiten zwischen den Löhnen von Frau und Mann endlich flächendeckend beseitigt werden. Mit differenzierten Lohnforderungen berücksichtigt der KV Schweiz die Gesamtkonjunkturlage und die Entwicklungen in den verschiedenen Branchen.

Der KV Schweiz fordert für 2015 zwischen 1 und 2 Prozent mehr Lohn. Wichtig ist dabei eine auf die konkreten Verhältnisse abgestützte differenzierte Lohnpolitik. Wo Unternehmen und/oder Branchen vor grossen Herausforderungen stehen, hat die Beschäftigungssicherung oberste Priorität. Unternehmen mit guter Produktivitätsentwicklung und stabilen Absatzverhältnissen sollen die Arbeitnehmenden jedoch ganz klar am Unternehmensfortschritt teilhaben lassen.

Lohnerhöhungen in diesem Rahmen sind aus Sicht des KV Schweiz trotz der momentan etwas gedämpfteren Konjunkturaussichten durchaus angemessen. Für das laufende Jahr wird nach wie vor ein BIP-Wachstum von 1,8 % bis 2 % erwartet. Die wichtigsten Branchen sind strukturell in guter Verfassung. Umso mehr gilt es, die Stärken der Unternehmen insbesondere im Bereich des Knowhow mit Anerkennung und Anreizen auf Seiten des Personals zu stützen. Die Situation in der Finanzindustrie hat sich erheblich beruhigt, und das neu abgeschlossene Freihandelsabkommen mit China dürfte die Exportaussichten stabilisieren.

Eine der grössten Herausforderungen für die Schweizer Wirtschaft ist – insbesondere seit Annahme der Masseneinwanderungsinitiative am 9. Februar 2014 – die Bewältigung des Fachkräftemangels. Um hier Impulse zu setzen, setzt sich der KV Schweiz im Rahmen von Lohnverhandlungen dafür ein, dass in erster Linie die Bezügerinnen und Bezüger mittlerer Einkommen, also gut gebildete und motivierte Fachkräfte, in den Genuss von Lohnerhöhungen kommen. Zudem müssen die nach wie vor bestehenden Ungleichheiten bei den Löhnen zwischen Frau und Mann verringert bzw. beseitigt werden. Die Lohnforderungen des KV Schweiz verstehen sich nicht zuletzt als Investitionen in die Zukunft.

Kontakt

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Karin Oberlin

Sozialpartnerschaften

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Hans-Ulrich Schütz

Wirtschafts- und Sozialpolitik

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Die Lohnforderungen 2015 im Einzelnen