07. September 2016

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Enics Schweiz baut im Aargau Stellen ab

Der Kaufmännische Verband ist über den weiteren Stellenabbau bei Enics Schweiz sehr besorgt und erwartet eine kritische Überprüfung der Notwendigkeit im Konsultationsverfahren.


Enics Schweiz, Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Industrie- und Medizinal-Elektronik, hat heute die Sozialpartner – u.a. den Kaufmännischen Verband – über einen weiteren Stellenabbau informiert: Am Standort Turgi werden nach 2014 nun weitere 40 von mittlerweile noch 170 Stellen abgebaut. Gemäss Geschäftsleitung sei die hohe Kostenbasis von Enics Schweiz mit gleichzeitig stetig sinkenden Umsatzzahlen das Hauptproblem. Vom Abbau betroffen sind vor allem Mitarbeitende aus dem Support- und Backoffice-Bereich sowie dem Qualitätsmanagement.

Bereits Anfang 2014 wurden bei Enics Schweiz 21 Stellen gestrichen mit dem Ziel, Kosten einzusparen und rentabler zu werden. Nach der heutigen Bekanntgabe eines weiteren Stellenabbaus erwartet der Kaufmännische Verband, dass die erneuten Personalmassnahmen mit anderen, nachhaltigen Massnahmen auf Kosten- und Ertragsseite ergänzt werden. Ein weiterer einseitiger Abbau auf Kosten des Personals ist zu vermeiden.

Der Kaufmännische Verband fordert, dass der vorgesehene Stellenabbau im Rahmen des Konsultationsverfahrens noch einmal kritisch überprüft wird und für möglichst viele Mitarbeitende eine Lösung im Unternehmen gefunden werden kann. Sollten Kündigungen unvermeidlich sein, müssen diese sozialverträglich und auf der Grundlage eines verpflichtenden Sozialplanes vollzogen werden. Der Kaufmännische Verband sichert der Personalkommission und den Mitarbeitenden seine Unterstützung zu.