26. August 2016

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Burckhardt Compression – Stellenabbau in Winterthur

Der Kaufmännische Verband ist über den überproportionalen Stellenabbau bei Burckhardt Compression in Winterthur befremdet. Zur Stärkung des Werkplatzes Schweiz fordert der Verband den Erhalt möglichst vieler Stellen.

Burckhardt Compression, Hersteller und Servicedienstleister von Kolbenkompressorsystemen, hat heute die Sozialpartner, u.a. den Kaufmännischen Verband, darüber informiert, dass er aufgrund des veränderten Marktumfeldes Stellen abbauen muss. Gemäss Geschäftsleitung hat sich der Bestelleingang für Kompressorsysteme und das damit verbundene Servicegeschäft weniger dynamisch entwickelt als erwartet. Vom Abbau betroffen sind am Standort Winterthur voraussichtlich 50 Mitarbeitende aus der Produktion und dem Bürobereich. Zusätzliche 50 Stellen sollen ausserhalb der Schweiz abgebaut werden. Zudem wird für rund 100 Mitarbeitende ab Oktober Kurzarbeit eingeführt.

Für den Kaufmännischen Verband ist der Entscheid der Geschäftsleitung stossend und aufgrund der finanziellen Lage des Unternehmens nicht gerechtfertigt: Das Unternehmen verzeichnete im 2015 ein Bestellvolumen von über CHF 500 Mio. und übertraf den Umsatzrekordwert des Vorjahres um 3%. Im Weiteren stimmten die Aktionäre an der Generalversammlung erst Ende Juli einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Dividende von 10 Franken pro Aktie zu. Nicht akzeptabel ist für den Kaufmännischen Verband zudem, erst über die Medien von den geplanten Massnahmen erfahren zu haben. Das entspricht nicht dem Geiste einer funktionierenden Sozialpartnerschaft. Als Sozialpartner der MEM-Industrie erwartet er einen vorgängigen Einbezug.

Der Kaufmännische Verband fordert, dass der in der Schweiz vorgesehene Stellenabbau im Rahmen des Konsultationsverfahrens noch einmal überprüft wird. Ein prophylaktischer Stellenabbau ist zu vermeiden. Sollten Kündigungen unvermeidlich sein, müssen diese sozialverträglich und auf der Grundlage eines verpflichtenden Sozialplanes vollzogen werden. Die gute wirtschaftliche Lage ermöglicht es dem Unternehmen, den betroffenen Mitarbeitenden gute Sozialleistungen zu gewähren.

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